Georg Winterer

Georg Winterer war gebürtiger Potsdamer, der über die CSR und die UdSSR nach Spanien kam, um dort auf Seiten der Republik zu kämpfen. Ab 1941 wurde er in diversen Konzentrationslagern inhaftiert. Später kehrte er nach Potsdam zurück. Anbei ein biografischer Abriss:

Winterer, Georg
12. April 1902 Potsdam – 30. Dezember 1988 Potsdam, Ps. Georg Hausner
Schlosser, 1934 Emigration über die CSR in die UdSSR, Februar 1937 aus UdSSR nach Spanien, 63. Division, 86. Brigade Mixta, 20. internationales Bataillon, Hauptmann, Kompanie-Führer, an den Fronten Pozo Blanco, Pencros usw., Februar 1939 nach Frankreich, Internierung in Argeles sur mer, Gurs, Mont Louis, Mai 1941 KZ Dachau, Januar 1944 KZ Lublin, KZ Auschwitz, KZ Mauthausen, nach 1945 Polizeichef in Simmering, Kriminalbeamter, 1955 Übersiedlung in die DDR, Volkspolizei der DDR, Rat des Bezirkes Potsdam.

Bilder vom Spanienkrieg

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Kurt Vogel

Kurt Vogel, einer der vier Nowaweser Spanienkämpfer, war bekannt unter dem Namen „Roter Waffenmeister“, weil er in den Spandauer Waffenwerken eine Ausbildung zum Rohrschlosser absolvierte. Es folgt ein biographischer Abriss:

Vogel, Kurt
geboren 3. Februar 1910 Potsdam, Ps. Hans Meier/Kutte
Lehre zum Rohrschlosser in den Waffenwerken Spandau, 1926 KJVD, RJ, 1928 KPD, 1928 RFB, Instrukteur im RFB, 25. Dezember 1932 verhaftet, wegen Fortführung einer verbotenen Organisation (RFB-Verbot im Mai 1929) zu einem Jahr Haft verurteilt, Gefängnis Tegel, »Schutzhaft« KZ Lichtenburg, 1936 Emigration in die CSR, November 1936 über Österreich, Schweiz nach Frankreich, über die Pyrenäen nach Spanien, XI. IB, Thälmann-, André- und Bataillon „12. Februar“, spanisches Jugendbataillon »Triana«, Kapitän, Bataillons-Operationschef, an den Fronten Madrid, Jarama, Guadalajara, Brunete, Aragon, Teruel und Ebro, mehrfach verwundet, Februar 1939 nach Frankreich, Internierung in St. Cyprien, Argeles sur mer, Gurs, Mont. Louis, 1941 Auslieferung nach Deutschland, durch Kammergericht Berlin zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt, Zuchthaus Brandenburg-Görden, 1943 KZ Buchenwald, Teilnehmer am bewaffneten Aufstand im KZ Buchenwald, nach 1945 Polizeipräsident Potsdam, 1946 Hauptabteilung-Leiter Deutsche Zentralverwaltung des Inneren, SED, 1949 Studium in der UdSSR, anschließend NVA, Oberst, Tätigkeit bei der GST, Leitungsmitglied des Bezirkskomitees der Antifaschistschen Widerstandskämpfer Potsdam.

Der Gedenkstein am Treffpunkt Freizeit

Am Treffpunkt Freizeit (ehemaliges Pionierhaus „Erich Weinert“) in der Straße Am Neuen Garten befindet sich auf dem ehemaligen Ehrenhain vor dem Haus ein Gedenkstein für die antifaschistischen Widerstandskämpfer_innen in den Interbrigaden, die zwischen 1936 und 1939 gegen den Faschismus in Spanien gekämpft haben. Dieser Gedenkstein wurde am 04.10.1969 anlässlich des 33. Jahrestages der Gründung der Internationalen Brigaden eingeweiht. An jenem Tag haben 22 ehemalige Spanienkämpfer_innen, unter ihnen Ludwig Renn als früherer Stabschef der XI. Internationalen Brigade, außerdem Rosen auf dem Ehrenhain gepflanzt. Heute fehlt das metallene Relief an dem Gedenkstein, welches dem Symbol der Internationalen Brigaden angelehnt ist. Der Gedenkstein ist als solcher nicht mehr wieder zu erkennen und verliert somit seine eigentliche Funktion.

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Eduard Claudius

Auch Eduard Claudius kam erst nach dem Jahr 1945 nach Potsdam. Empfehlenswert ist sein Werk „Grüne Oliven und nackte Berge“ in welchem er seine Erlebnisse im spanischen Bürgerkrieg niederschreibt. Anbei ein biographischer Abriss:

Claudius-Schmidt, Eduard
29.7.1911 Buer b. Gelsenkirchen – 13.12.1976 Potsdam
Maurer, Gewerkschaftsfunktionär und Arbeiterkorrespondent, Schriftsteller, 1932 KPD, Deutschen Baugewerbebund, 1933 wegen illegaler Arbeit verhaftet, 1934 Emigration in die Schweiz, Verhaftung, nach Frankreich abgeschoben, Oktober 1936 nach Spanien, XI. IB, André-Bataillon, Polit-Kommissar, mehrfach verwundet, Soldat, 1937 wegen Verwundung nach Frankreich, verheiratet mit Cora Eppstein, dann in die Schweiz, Verhaftung, Gefängnis Witzwil und Arbeitslager Gordola bei Locarno, Anfang 1945 Flucht, im Auftrag des »Komitees Freies Deutschland« Teilnahme am bewaffneten Kampf in Italien, mit Garibaldi-Brigade Marsch nach Mailand, 1945 nach Deutschland, Juli 1945 Pressechef im Bayrischen Ministerium für Entnazifizierung in München, 1947 nach Potsdam, freischaffender Schriftsteller, Ordentliches Mitglied der AdK, 1956 Generalkonsul der DDR in Syrien, 1959 Botschafter in Vietnam, Veröffentlichungen über Spanien.

Eduard Claudius