Potsdam und Spanienkämpfer http://spanienkrieg.blogsport.de Potsdamer AntifaschistInnen im spanischen Bürgerkrieg 1936-1939 Wed, 25 Aug 2010 19:01:11 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Ludwig-Renn-Schule in Potsdam http://spanienkrieg.blogsport.de/2010/08/23/ludwig-renn-schule-in-potsdam/ http://spanienkrieg.blogsport.de/2010/08/23/ludwig-renn-schule-in-potsdam/#comments Mon, 23 Aug 2010 01:09:38 +0000 Administrator Allgemein http://spanienkrieg.blogsport.de/2010/08/23/ludwig-renn-schule-in-potsdam/ Normalerweise werden auf dieser Seite Potsdamer SpanienkämpferInnen vorgestellt, was bedeutet, dass diese Personen einen Teil ihres Lebensabschnitts in Potsdam verbracht haben. Diesen Personenkreis zu begrenzen hat vor allem logistische Gründe, sonst würde dieses Projekt ja auch ausarten. Mit Ludwig Renn wird jetzt aber eine Person näher beschrieben, die zwar nicht in Potsdam gelebt oder gearbeitet hat, die aber in der Öffentlichkeit zumindest durch die Benennung einer Schule präsent ist. Und weil Ludwig Renn in der Öffentlichkeit letztendlich aber doch nicht so präsent ist, wie er es eigentlich verdient hätte, soll er hiermit auch noch einmal wert geschätzt werden.

Die Ludwig-Renn-Schule (auch Grundschule 2 genannt) ist somit eine der wenigen Überbleibsel antifaschistischer Namensgebungen aus der Zeit der DDR. Auf der Seite eben jener Schule findet sich nur ein sehr kurzer Hinweis auf den Namenspatron Ludwig Renn. Seine antifaschistische Einstellung und sein Aufenthalt in Spanien während des Bürgerkrieges werden dort nicht erwähnt.
Die Schule befindet sich im Potsdamer Stadtteil Eiche in der Kaiser-Friedrich-Straße 15a. Ludwig Renn würde sich angesichts des Straßennamens im Grabe umdrehen. Schließlich legte er aus politischer Überzeugung seinen Adelstitel ab (seine Wurzeln liegen im sächsischen Adel) und er brach frühzeitig mit den monarchistischen und reaktionären Werten. Ende der zwanziger Jahre tritt er der KPD und schließlich dem Roten Frontkämpferbund (RFB) bei. Seit dieser Zeit ist er unter dem Namen Ludwig Renn bekannt. Ein Wunder, dass die Schule, trotz der städtischen Erinnerungspolitik, die das Augenmerk eher auf das reaktionäre-preußische legt, weiterhin den Namen des antifaschistischen Schriftstellers und Spanienkämpfers trägt. Gerade im Zuge von Schulsanierungen, gibt es ja häufiger Initiativen, die sich für Umbenennungen einsetzen oder sich ihrer Geschichte entledigen. Hoffen wir, dass dies auch zukünftig so sein wird und mit der Namensgebung der Schule ein mehr als engagierter Antifaschist und Spanienkämpfer in Potsdam gewürdigt wird. Ludwig Renn soll hiermit biografisch vorgestellt werden.

Ludwig Renn wird als Arnold Friedrich Vieth von Golßenau am 22. April 1889 in Dresden geboren. Nach dem Abitur beginnt er seine Offizierslaufbahn im 1. Königlich-Sächsischen Leibgrenadierregiment Nr. 100 in Dresden. Im Ersten Weltkrieg, von 1914 bis 1918, ist er Kompanie- und Bataillonsführer an der Westfront. Zurück in Dresden wird er 1920 Hauptmann bei der Sicherheitspolizei, verweigert aber im Zuge des Kapp-Putsches auf revolutionäre Arbeiter zu schießen und hört schließlich bei der Polizei auf. Er beginnt Jura, Nationalökonomie, Kunstgeschichte und russischer Philologie in Göttingen und München zu studieren. In Wien beendet er 1927 sein Studium der Archäologie und ostasiatischen Geschichte. 1925/26 war er zu Fuß in Südeuropa und im Orient unterwegs. 1928 erscheint sein erster Roman „Krieg“ und mit diesem dokumentarischen Antikriegsroman schildert er die Sicht des fiktiven Soldaten Ludwig Renn. Unter dem nun persönlich angenommenen Namen hält er auch Vorträge für Arbeiter an der Volkshochschule in Zwickau. Wie oben schon geschrieben, schließt er sich der KPD und dem RFB an.
Er ist Mitherausgeber der militärpolitischen Zeitschrift „Aufbruch“ und bringt in den folgenden Jahren weitere Werke hinaus („Nachkrieg“ im Jahr 1930 und „Rußlandfahrten“ im Jahr 1932). 1932 wird er wegen „literarischen Hochverrats“ verhaftet und kommt in Untersuchungshaft. Er wird im Januar freigelassen, aber nach der Machtübernahme der Nazis mit dem Reichstagsbrand im Februar erneut in Haft („Schutzhaft“) genommen. Im Januar 1934 wird er zu 30 Monaten Zuchthaus verurteilt, er wird in das Zuchthaus Bautzen eingeliefert und erst im August 1935 wieder entlassen.

LudwigRenn
Joris Ivens (li.), Ernest Hemingway und Ludwig Renn (re.) 1936 in Spanien (Foto: Bundesarchiv)

Zur Jahreswende 1935/36 flieht er über die Schweiz nach Spanien. Dort ist er bei Beginn des faschistischen Putsches in den republikanischen Truppen aktiv. Aufgrund seiner militärischen Kenntnisse fungiert er ab Oktober 1936 als Kommandeur des Thälmann-Bataillons und kurze Zeit später als Stabschef der XI. Internationalen Brigade. Außerdem wird Ludwig Renn mit Aufgaben zur Unterstützung der republikanischen Regierung beauftragt, so dass er auch im Ausland arbeitet. 1938 wird er im Auftrag der republikanischen Volksarmee Direktor der Offiziersschule in Cambrils (Katalonien). Während des Rückzuges über die Pyrenäen wird er auf französischem Boden festgenommen und im Lager St. Cyprien interniert. Mit Hilfe französischer Intellektueller kommt er frei und geht über England und die USA ins mexikanische Exil, wo er schließlich als Professor für europäische Geschichte und Sprachen an einer Universität arbeitet.
1947 kehrt er über die Sowjetunion nach Deutschland zurück und tritt der SED bei. Zuerst geht er ins heimatliche Dresden und bekommt eine Anstellung an der Technischen Hochschule. Im Jahr 1951 geht er an die Humboldt-Universität nach Berlin. Ab 1952 ist er auch als freier Schriftsteller tätig und schreibt sowohl militärhistorische und politische Schriften, als auch Kinderbücher. So erscheint von ihm im Jahr 1956 zum Beispiel sein Buch „Der spanische Krieg“, in dem er seine Erlebnisse im spanischen Bürgerkrieg schildert. Er erhält mehrere Auszeichnungen und wird 1969 Ehrenpräsident der Berliner Akademie der Künste. Am 21. Juli 1979 stirbt Ludwig Renn in Berlin.

LudwigRenn2

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Land and Freedom http://spanienkrieg.blogsport.de/2010/08/14/land-and-freedom/ http://spanienkrieg.blogsport.de/2010/08/14/land-and-freedom/#comments Fri, 13 Aug 2010 22:40:10 +0000 Administrator Allgemein http://spanienkrieg.blogsport.de/2010/08/14/land-and-freedom/ Land and Freedom ist ein Film, der Dokumentarcharakter besitzt. Außerdem hat dieser Film hat in den Jahren 1995 und 1996 einige Presie gewonnen. Das Lexikon des internationalen Films beschreibt ihn so: Ein im dokumentarischen Stil inszeniertes, von überzeugenden Darstellern getragenes Plädoyer für Demokratie und Freiheit, das die Utopie von einer gerechteren Welt beschwört. Und laut Wikipedia ist der Film dem Buch Mein Katalonien von George Orwell angelehnt.

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Fotos vom Gedenken http://spanienkrieg.blogsport.de/2010/08/08/fotos-des-gedenken/ http://spanienkrieg.blogsport.de/2010/08/08/fotos-des-gedenken/#comments Sat, 07 Aug 2010 22:02:47 +0000 Administrator Allgemein http://spanienkrieg.blogsport.de/2010/08/08/fotos-des-gedenken/ Drei Fotos zum Gedenken an die Potsdamer Spanienkämpfer am 28.07.2010. Die Ehrung fand am Gedenkstein vor dem Treffpunkt Freizeit statt und wurde von der VVN-BdA Potsdam organisiert.

Gedenken

Gedenken2

Gedenken3

mehr unter diesem Link

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Gedenken an Spanienkämpfer http://spanienkrieg.blogsport.de/2010/05/08/gedenken-an-spanienkaempfer/ http://spanienkrieg.blogsport.de/2010/05/08/gedenken-an-spanienkaempfer/#comments Sat, 08 May 2010 17:48:49 +0000 Administrator Allgemein http://spanienkrieg.blogsport.de/2010/05/08/gedenken-an-spanienkaempfer/ Anbei folgende Presseberichte zum Gedenken an die Potsdamer Spanienkämpfer, wofür Walter Junker exemplarisch steht:

PNN vom 29.7.10

Von Peer Straube

Gedenken an die Spanienkämpfer

Bund der Nazi-Verfolgten fordert Restaurierung des Gedenksteins am
Treffpunkt Freizeit

Nauener Vorstadt – Die Älteren werden die Namen noch kennen: Eduard
Claudius, Hans Marchwitza, Toni Stemmler oder Walter Junker. Was sie und
noch rund 15 weitere Potsdamer eint, ist ihre Teilnahme am Kampf gegen
die faschistischen Franco-Putschisten im Spanischen Bürgerkrieg von 1936
bis 1939.

Erstmals seit vielen Jahren, vermutlich sogar seit der Wende, ist
gestern in Potsdam wieder der Potsdamer Kämpfer gedacht worden. Der
Landesverband des Vereins der Verfolgten des Naziregimes — Bund der
Antifaschisten (VVN-BdA) nahm den 72. Todestag von Walter Junker dabei
zum Anlass, auf den Zustand des Gedenksteins für die Spanienkämpfer vor
dem Treffpunkt Freizeit aufmerksam zu machen. Schon halb hinter
Gesträuch verborgen, die Erinnerungsplakette seit vielen Jahren
verschollen — das Äußere des Gedenksteins sei schlichtweg
„inakzeptabel“, sagte Marcus Pilarski vom VVN-BdA. Zugleich forderte er
die Stadtverwaltung auf, für eine „würdige Restaurierung“ des Steins zu
sorgen. Schließlich sei der Kampf der Internationalen Brigaden, darunter
rund 1200 Deutsche, an der Seite der Spanischen Republik ein „Akt großer
Solidarität“ gewesen, „unmittelbar und beispiellos in der Geschichte“.

Noch deutlicher wurde Harald Wittstock, Vorsitzender des 120 Mitglieder
zählenden Vereins der Kämpfer und Freunde der Spanischen Republik.
Deutschland ignoriere die Erinnerung und Würdigung seiner
Spanienkämpfer, kritisierte Wittstock und verwies auf Frankreich, wo die
Kriegsteilnehmer in Paris „von Generälen am Arc de Triomphe mit
militärischen Ehren“ gewürdigt würden. So sei 2006 selbst ein Antrag der
Linken im Bundestag gescheitert, wonach das Parlament nur der Reichs-
und Bundestagsmitglieder gedenken sollte, die im Spanischen Bürgerkrieg
auf der Seite der Antifaschisten gestanden hatten. Wittstock geißelte
die damalige politische Debatte als „beschämend“. Auch Potsdam hat nach
Ansicht von Wittstock seine Erinnerungskultur vernachlässigt. Zu
DDR-Zeiten seien etwa eine Straße und eine Schule in der Waldstadt II
nach Fritz Perlitz benannt gewesen. Der Spanienkämpfer werde nun „nicht
mehr nur nicht geehrt, sondern entehrt“.

Im Anschluss brachte der VVN-BdA eine provisorische Replik der
verschwundenen Plakette an dem Stein an. Sie zeigt eine Faust, flankiert
von zwei Geschützen vor den Umrissen Spaniens, darunter einen Globus mit
rotem Stern. Laut VVN-BdA-Mitglied Lutz Boede war die ursprüngliche
Plakette aus Messing, die Kosten zur Nachbildung bezifferte er auf
„maximal 200 Euro“. Die Stadtverwaltung zeigte sich gestern
aufgeschlossen gegenüber einer Restaurierung. Sprecher Stefan Schulz
sagte auf Anfrage, man werde dies prüfen. Die Verwaltung begrüße den
Anstoß aus der Öffentlichkeit und hoffe auf weitere Diskussionen.

Stoff wird sie vom VVN-BdA auch bekommen. Boede kündigte an, den Umgang
mit allen antifaschistischen Denkmälern kritisch prüfen zu wollen.

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MAZ vom 29.7.10

ERINNERN: Provisorium für Spanienkämpfer

Antifa-Gedenkstein am Treffpunkt Freizeit erhält neue Tafel

POTSDAM / NAUENER VORSTADT – 2011 jährt sich zum 75. Mal die Formierung
der Internationalen Brigaden, die zwischen 1936 und 1939 gegen den
Faschismus in Spanien gekämpft haben. In der DDR wurde ihnen zu Ehren
1969 ein Gedenkstein am einstigen Pionierhaus aufgestellt. Nach der
Wende verschwand das Messingrelief mit Inschrift, Panzer, erhobener
Faust und rotem Stern spurlos. Gestern hat der Gedenkstein am Treffpunkt
Freizeit zumindest eine provisorische Tafel zurückbekommen, die
Potsdamer Mitglieder der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes --
Bund der Antifaschisten (VVN-BdA) angebracht haben. Von der Stadt
forderte VVN-Sprecher Marcus Pilarski einen „würdigen Umgang“ mit dem
Gedenkstein: „Die internationale Solidarität im Kampf gegen den
Faschismus muss wieder ins öffentliche Bewusstsein der Stadt Potsdam
rücken.“ Den ehemaligen Spanienkämpfern müsse gesellschaftliche
Anerkennung zuteil werden, sagte Harald Wittstock, Sprecher des Vereins
„Kämpfer und Freunde der Spanischen Republik 1936-1939 e. V.“.

Aus Potsdam kamen etwa 20 Interbrigadisten, darunter Walter Junker, der
am 28. Juli 1938 an der Ebro-Front fiel. Mehr als 30 Potsdamer, darunter
Linke-Stadtchef Günther Waschkuhn, erinnerten gestern an den
Spanienkämpfer, der am 27. November 100 Jahre alt geworden wäre. Zu
DDR-Zeiten waren nach Junker eine Straße und ein Klubhaus benannt.
Außerdem wurde 1976 am Bahnhof Griebnitzsee ein Denkmal errichtet, das
man nach 1990 jedoch demontierte und im Potsdam-Museum einlagerte.

Ein „erhebliches Ungleichgewicht“ im offiziellen Umgang mit Historie
monierte Lutz Boede, Geschäftsführer der Wählergruppe Die Andere und
VVN-Mitglied. Während die Verwaltung die Stadtschloss-Fundamente
liebevoll umsorgt, würden Zeugnisse antifaschistischen Erinnerns
„respektlos“ behandelt. Dennoch hofft Boede, dass „die Stadt genug
Anstand besitzt“, die Gedenktafel dauerhaft zu ersetzen und das
zugewucherte Umfeld zu pflegen. Ob es eine neue Tafel geben wird, will
die Stadt prüfen, sagte Rathaus-Sprecher Stefan Schulz gestern: „Der
Gedenkstein ist wohl in Vergessenheit geraten.“ Zu DDR-Zeiten befand
sich der Gedenkstein auf einem mit Rosen bepflanzten Ehrenhain. Die
Rosen sind einer Streublumenwiese gewichen. (Von Ricarda Nowak)

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Kleine Anfrage an Stadt wegen Gedenkstein http://spanienkrieg.blogsport.de/2010/05/08/kleine-anfrage-an-stadt-wegen-gedenkstein/ http://spanienkrieg.blogsport.de/2010/05/08/kleine-anfrage-an-stadt-wegen-gedenkstein/#comments Sat, 08 May 2010 17:46:24 +0000 Administrator Allgemein http://spanienkrieg.blogsport.de/2010/05/08/kleine-anfrage-an-stadt-wegen-gedenkstein/ Passend zur Gedenkveranstaltung an die Potsdamer Spanienkämpfer wird hier noch einmal eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Andere zum Gedenkstein am Treffpunkt Freizeit veröffentlicht. Einfach auf Anfrage klicken.

Anfrage

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Fritz Perlitz http://spanienkrieg.blogsport.de/2010/05/08/fritz-perlitz/ http://spanienkrieg.blogsport.de/2010/05/08/fritz-perlitz/#comments Sat, 08 May 2010 17:46:24 +0000 Administrator Allgemein http://spanienkrieg.blogsport.de/2010/05/08/fritz-perlitz/ Fritz Perlitz war überzeugter Kommunist und Antifaschist. Er kämpfte zwei Jahre lang in einer Flak-Batterie der Internationalen Brigaden. In Potsdam erhielt eine Berufsbildungseinrichtung im Wohngebiet Waldstadt II seinen Namen, aber nach der politischen Wende wurde diese umbenannt. Über Fritz Perlitz gibt es eine Filmdokumentation mit dem Namen „Der Junker und der Kommunist“, in welchem die antifaschistische Zusammenarbeit zwischen einem preußischen Großgrundbesitzer (Carl-Hans Graf von Hardenberg) und Fritz Perlitz dargestellt wird. Es folgt ein biografischer Abriss:

Perlitz, Fritz
1. März 1908 Fürstenwalde – 31. März 1972 Potsdam
Bäcker, 1922 KJVD, 1925 Roter Jungsturm, 1928 BFS, 1930 KPD, KPD-Ortsleitung Fürstenwalde, Februar 1933 erstmalig verhaftet, zu den Wahlen freigelassen, November 1933 erneut inhaftiert, Dezember 1933 Flucht, 1.3.1934 Emigration in die CSR, Februar 1936 2 Monate in Haft, Verfahren eingestellt und aus der CSR ausgewiesen, Februar 1937 nach Spanien, Soldet der 14. internationalen Flak-Batterie, Februar 1939 nach Frankreich, Internierung in St. Cyprien, Gurs, Argeles sur mer, Festung Mt. Louis, Auslieferung nach Deutschland, KZ Neuengamme, 1942 Baubrigade Bremen, danach Hamburg zum Bergen von Toten, 1944 KZ Sachsenhausen, Einsatz Berlin, 1945 KPD in Fürstenwalde, Kreissekretär SED, 1949 Abteilungleiter für Landwirtschaft im SED-LV Brandenburg, 1950 MfS, 1955 Mitarbeiter beim Rat der Stadt Potsdam, 1956 Mitarbeiter SED-BL Potsdam, 1957 Mitarbeiter des MfNV, Major.

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Bilderarchiv Spanischer Bürgerkrieg http://spanienkrieg.blogsport.de/2010/05/08/bilderarchiv-spanischer-buergerkrieg/ http://spanienkrieg.blogsport.de/2010/05/08/bilderarchiv-spanischer-buergerkrieg/#comments Sat, 08 May 2010 17:45:24 +0000 Administrator Allgemein http://spanienkrieg.blogsport.de/2010/05/08/bilderarchiv-spanischer-buergerkrieg/ Dem Link folgend findet sich ein Bilderarchiv mit Fotografien aus dem spanischen Bürgerkrieg, welches vom spanischen Kulturministerium initiiert worden ist.

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Bilder vom Spanienkrieg http://spanienkrieg.blogsport.de/2010/05/08/bilder-vom-spanienkrieg-4/ http://spanienkrieg.blogsport.de/2010/05/08/bilder-vom-spanienkrieg-4/#comments Sat, 08 May 2010 17:45:23 +0000 Administrator Allgemein http://spanienkrieg.blogsport.de/2010/05/08/bilder-vom-spanienkrieg-4/ Spanien13

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Die vier Nowaweser Spanienkämpfer http://spanienkrieg.blogsport.de/2010/05/08/die-vier-nowaweser-spanienkaempfer/ http://spanienkrieg.blogsport.de/2010/05/08/die-vier-nowaweser-spanienkaempfer/#comments Sat, 08 May 2010 17:44:03 +0000 Administrator Allgemein http://spanienkrieg.blogsport.de/2010/05/08/die-vier-nowaweser-spanienkaempfer/ Die vier Nowaweser Antifaschisten, welche in Spanien für die Freiheit gekämpft haben, sind in der Öffentlichkeit heute kaum noch bekannt. Walter Junker wurde bereits schon ausführlich vorgestellt, auch Kurt Vogel fand in einem biografischen Abriss eine Kurzvorstellung. Nun folgt aber noch einmal ein Überblick über das Nowaweser Vierergespann.

Walter Junker wurde am 27. November 1910 in Berlin-Wannsee als viertes Kind einer Arbeiterfamilie geboren. Seit dem Jahr 1928 war er Mitglied im Kommunistischen Jugendverband und dessen Vorsitzender in der Ortsgruppe Nowawes bei Potsdam. Der Werkzeugmacher war ab 1931 Politischer Leiter der KPD in Nowawes und leitete ab dem Jahr 1932 die Herausgabe der illegal vertriebenen Zeitung “Junger Pionier”.
Im März 1933 wurde er kurzzeitig verhaftet und emigrierte im Mai desselben Jahres nach Prag in die ČSR. Durch seine fortgesetzte politische Tätigkeit vor Ort war er stets von der Ausweisung bedroht, kurzzeitig lebte er auch in der Schweiz. Im Jahr 1938 ging Walter Junker nach Spanien und wurde Soldat der XI. Internationalen Brigade. Er wird MG-Führer einer Maschinengewehrkompanie im Bataillon „12. Februar“. Am 28.07.1938 fiel er in der Nähe der Stadt Gandesa bei Corbera d´Ebre an der Ebro-Front. Walter Junker wäre dieses Jahr 100 Jahre alt geworden.
In der DDR wurden eine Straße und ein Klubhaus nach ihm benannt, außerdem wurde im Jahr 1976 ein Denkmal am Bahnhof Griebnitzsee errichtet.

Auch Paul Kühne kämpft als Potsdamer bzw. korrekterweise als Nowaweser in Spanien. Geboren wird er am 16. September 1908 in Nowawes und nach der Schulzeit in der Volksschule macht er im Werk von Orenstein und Koppel eine Ausbildung. Er tritt der „Roten Jungfront“ und im Jahr 1929 schließlich der KPD bei. Militärische Erfahrungen sammelt er im Roten Frontkämpferbund (RFB) als Zugführer und nach deren Verbot bei den nächtlichen Übungen in den Ravensbergen. Paul Kühne gehört zu den ersten Personen, die von den Nazis 1933 verhaftet werden. Erst im Gefängnis und später in den Emslandlagern inhaftiert wird er erst wieder 1935 entlassen. Als Taxifahrer hat er eine wichtige Funktion bei illegalen Treffen in Potsdam und Umgebung. Um seiner Verhaftung zu entgehen flieht er wie andere Antifaschist_innen in die ČSR, um von dort mit falschem Pass über Österreich, die Schweiz und Frankreich nach Spanien zu gehen. Hier wird er unter anderem als Fahrer eines Panzerspähwagens in der XV. Internationalen Brigade und später als Chef einer Sanitätskraftwagenkolonne eingesetzt. Unmittelbar nach dem Krieg ist er in Frankreich interniert und wird 1941 an die Gestapo ausgeliefert. Nach einer Haftzeit erhält Paul Kühne den Befehl zum Dienst in der sogenannten „Bewährungseinheit“ 999. An der Ostfront fehlt seit dem Januar 1945 jegliche Nachricht von ihm, vermutlich wird er beim Überlaufen zur Roten Armee erschossen.

Kurt Laube ist eine weitere Person, die in Spanien auf Seiten der Republik kämpft. 1905 in Rathenow geboren zieht er nach Nowawes und tritt zuerst dem KJVD (Kommunistische Jugendverband Deutschlands) und im Jahr 1930 der KPD bei. Als Mitglied im RFB organisiert er mit der Machtübernahme der Nazis 1933 Arbeiterdemonstrationen und arbeitet schließlich politisch in Nowawes und Berlin illegal weiter. Nach der Emigration in die ČSR meldet er sich freiwillig, um in Spanien gegen die Faschisten zu kämpfen. Eingesetzt wird er als Kommissar der 2. Kompanie in einer Batterie im Bataillon „Edgar André“, welches der XI. Internationalen Brigade zugeordnet ist. Am Ebro trifft er auch auf seine Nowaweser Genossen Walter Junker und Kurt Vogel. Auch Kurt Laube wird nach dem Ende des Krieges unter anderem in Gurs (Frankreich) interniert und durch die Vichy-Regierung an Nazi-Deutschland überstellt. In Potsdam wird er zu 10 Jahren Zuchthaus verurteilt, die er im Zuchthaus in Brandenburg zubringt. Obwohl er in ein Strafbataillon der Wehrmacht zwangsrekrutiert wird, gelingt ihm die Flucht zur amerikanischen Armee. Nach der Befreiung im Jahr 1945 übernimmt er politische Funktionen in der KPD, später in der SED und in der VVN (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes) und arbeitet als Redakteur der DEFA-Betriebszeitung. 1987 stribt Kurt Laube in Potsdam.

Vierte Person im Bunde der Nowaweser Spanienkämpfer ist Kurt Vogel. Geboren wird er am 03. Februar 1910 in Potsdam. In den Waffenwerken Spandau lernt er den Beruf des Rohrschlosser. Er tritt 1926 dem KJVD und 1928 der KPD und dem RFB bei, außerdem ist er Vorsitzender der Roten Hilfe in Nowawes. Schon 1932 wird er wegen der RFB-Tätigkeit verhaftet (der RFB ist seit 1929 verboten) und wird im Jahr 1933 von den Nazis im KZ Lichtenburg in „Schutzhaft“ genommen. 1936 flüchtet er in die ČSR und folgt dem antifaschistischen Kampf im November 1936 nach Spanien. Kurt Vogel, auch bekannt unter dem Namen „Roter Waffenmeister“, vollzieht seinen Dienst in der XI. Internationalen Brigade als Kapitän und Operationschef in verschiedenen Bataillonen (unter anderem „Thälmann“, „Edgar André“ und „12. Februar“). Bei seinen Diensten an den unterschiedlichen Fronten wird er mehrmals verwundet. 1939 kommt er in mehrere Internierungslager, wird 1941 an Deutschland ausgeliefert und zu einer Haftzeit im Zuchthaus Brandenburg verurteilt. 1943 wird Kurt Vogel in das KZ Buchenwald überstellt, wo er am bewaffneten Aufstand teilnimmt. Nach 1945 wird er Polizeipräsident, Mitglied der SED, studiert in der UDSSR und wird Oberst bei der NVA.

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Am Ebro… http://spanienkrieg.blogsport.de/2010/05/08/am-ebro/ http://spanienkrieg.blogsport.de/2010/05/08/am-ebro/#comments Sat, 08 May 2010 17:43:38 +0000 Administrator Allgemein http://spanienkrieg.blogsport.de/2010/05/08/am-ebro/ … wurde es gesungen.

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