Kurt Vogel

Kurt Vogel, einer der vier Nowaweser Spanienkämpfer, war bekannt unter dem Namen „Roter Waffenmeister“, weil er in den Spandauer Waffenwerken eine Ausbildung zum Rohrschlosser absolvierte. Es folgt ein biographischer Abriss:

Vogel, Kurt
geboren 3. Februar 1910 Potsdam, Ps. Hans Meier/Kutte
Lehre zum Rohrschlosser in den Waffenwerken Spandau, 1926 KJVD, RJ, 1928 KPD, 1928 RFB, Instrukteur im RFB, 25. Dezember 1932 verhaftet, wegen Fortführung einer verbotenen Organisation (RFB-Verbot im Mai 1929) zu einem Jahr Haft verurteilt, Gefängnis Tegel, »Schutzhaft« KZ Lichtenburg, 1936 Emigration in die CSR, November 1936 über Österreich, Schweiz nach Frankreich, über die Pyrenäen nach Spanien, XI. IB, Thälmann-, André- und Bataillon „12. Februar“, spanisches Jugendbataillon »Triana«, Kapitän, Bataillons-Operationschef, an den Fronten Madrid, Jarama, Guadalajara, Brunete, Aragon, Teruel und Ebro, mehrfach verwundet, Februar 1939 nach Frankreich, Internierung in St. Cyprien, Argeles sur mer, Gurs, Mont. Louis, 1941 Auslieferung nach Deutschland, durch Kammergericht Berlin zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt, Zuchthaus Brandenburg-Görden, 1943 KZ Buchenwald, Teilnehmer am bewaffneten Aufstand im KZ Buchenwald, nach 1945 Polizeipräsident Potsdam, 1946 Hauptabteilung-Leiter Deutsche Zentralverwaltung des Inneren, SED, 1949 Studium in der UdSSR, anschließend NVA, Oberst, Tätigkeit bei der GST, Leitungsmitglied des Bezirkskomitees der Antifaschistschen Widerstandskämpfer Potsdam.