Fritz Perlitz

Fritz Perlitz war überzeugter Kommunist und Antifaschist. Er kämpfte zwei Jahre lang in einer Flak-Batterie der Internationalen Brigaden. In Potsdam erhielt eine Berufsbildungseinrichtung im Wohngebiet Waldstadt II seinen Namen, aber nach der politischen Wende wurde diese umbenannt. Über Fritz Perlitz gibt es eine Filmdokumentation mit dem Namen „Der Junker und der Kommunist“, in welchem die antifaschistische Zusammenarbeit zwischen einem preußischen Großgrundbesitzer (Carl-Hans Graf von Hardenberg) und Fritz Perlitz dargestellt wird. Es folgt ein biografischer Abriss:

Perlitz, Fritz
1. März 1908 Fürstenwalde – 31. März 1972 Potsdam
Bäcker, 1922 KJVD, 1925 Roter Jungsturm, 1928 BFS, 1930 KPD, KPD-Ortsleitung Fürstenwalde, Februar 1933 erstmalig verhaftet, zu den Wahlen freigelassen, November 1933 erneut inhaftiert, Dezember 1933 Flucht, 1.3.1934 Emigration in die CSR, Februar 1936 2 Monate in Haft, Verfahren eingestellt und aus der CSR ausgewiesen, Februar 1937 nach Spanien, Soldet der 14. internationalen Flak-Batterie, Februar 1939 nach Frankreich, Internierung in St. Cyprien, Gurs, Argeles sur mer, Festung Mt. Louis, Auslieferung nach Deutschland, KZ Neuengamme, 1942 Baubrigade Bremen, danach Hamburg zum Bergen von Toten, 1944 KZ Sachsenhausen, Einsatz Berlin, 1945 KPD in Fürstenwalde, Kreissekretär SED, 1949 Abteilungleiter für Landwirtschaft im SED-LV Brandenburg, 1950 MfS, 1955 Mitarbeiter beim Rat der Stadt Potsdam, 1956 Mitarbeiter SED-BL Potsdam, 1957 Mitarbeiter des MfNV, Major.